Stets aufrecht im Sattel – der Reiter

Als Kind einer wohlhabenden und angesehenen Familie waren die Weichen für Benjamin schon früh gestellt: Er würde in die Wirtschaft gehen, genau wie einst sein Großvater, den er sehr für seine Zielstrebigkeit bewunderte. So schloss er sein BWL-Studium als einer der Besten seines Jahrgangs ab und fand schnell eine Stelle als Junior Consultant bei einer renommierten Beraterfirma. Das sollte der Beginn einer steilen Karriere sein. [mehr...]

Als Unternehmensberater war Benjamin im Auto und im Flugzeug zu Hause. Seine Frau und seine beiden Kinder bekamen ihn oft nur an den Wochenenden zu sehen, doch dann war er ein liebender Vater und Ehemann. Der Erfolg war ihm wichtig, aber er war nicht so töricht, ihn über die Familie zu stellen.
Und er hatte einen Ausgleich zum harten Beruf, der ihn immer wieder vor neue Herausforderungen stellte: den Reitsport. Ein Wunder, dass er überhaupt Zeit für Hobbys fand, so oft war er von Termin zu Termin unterwegs. Doch auf dem Hof seiner Eltern in der Nähe von Hodenhagen war er mit den Pferden aufgewachsen und hatte das Reiten von Anfang an lieben gelernt. Mittlerweile lag das Familiengrundstück in seinem Besitz und er trug Sorge dafür, dass die Tiere bestens versorgt waren. Außerdem engagierte er sich nach Kräften im örtlichen Reit- und Fahrverein.
Ab und an fand Benjamin sogar noch die Zeit, um auf den Golfplatz zu gehen – auch eine Leidenschaft, von der er nicht lassen konnte. Oft hatte er die Ruhe dafür, wenn er den Urlaub mit seiner Familie in der Idylle der Toskana verbrachte. Er liebte dort auch den Blick auf die Weinberge und den Gang durch die Zypressen-Alleen. Sie waren für ihn wie ein Sinnbild für seinen Lebensweg: geradlinig und erhaben.
Leider wurde dieser Lebensweg jählings unterbrochen. Im April 2014 verstarb Benjamin bei einem Autounfall. Er war gerade auf dem Rückweg von einem Kunden, nachdem er den Auftrag erfolgreich zu Ende gebracht hatte.


Benjamin wurde nach einer großen Abschiedsfeier – bei der Frank Sinatras „My Way“ erklang – in seinem Heimatort Hodenhagen bestattet. Beim anschließenden Empfang im Bestattungshaus Körner wurden italienische Weine zu Antipasti gereicht. In einer Dia-Show konnten die Trauernden noch einmal bedeutungsvolle Momente aus Benjamins Leben nachempfinden.

(Unsere „Lebensgeschichten“ sind selbstverständlich alle fiktiv und sollen Ihnen einen Eindruck von der Besonderheit eines jeden einzelnen Menschen vermitteln.)